Freitag, 27. Mai 2016

Seurassari - Sibelius-Park - Boot

Das Frühstück war vom Feinsten und wurde von Gerald besorgt und mit viel Liebe zubereitet. Danke.

Der Bus 24 mit der Endstation Seurasaari und eine lange Brücke ist der Weg auf die gleichnamige Insel und zum Freilichtmuseum.  Das Vorbild dazu war Skansen in Stockholm. Das historische finnische Landleben wird auf dem dicht bewaldeten Eiland mit 87 traditionellen Häuser, Kirchen und Bauernhöfe gezeigt. Im Reiseführer wird über hungrige Eichhörnchen erzählt, mit ein paar Nüssen in der Tasche wollte ich die kleinen Tierchen anlocken. Wer hatte großen Hunger? Die Spatzen. Sie stürzten sich auf die Nüsse in meiner Hand. Sie zeigten keine Angst oder Scheu.

 

Der weitere Programmteil war der Sibelius-Park. Mit dem Stück Finlandia komponierte sich der finnische Komponist Jean Sibelius 1899 in die Herzen seiner Landsleute. Sie wurde die heimliche Nationalhymne. Es behandelt die Russifizierung Finnlands und wurde von der russischen Obrigkeit mit einem Aufführungsverbot belegt. 1967 wurde ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet. 600 schlanke Stahlrohre sehen wie eine futuristische Orgel aus.

Gehen, sehen, gehen, sehen und sehen mit gehen lassen Körper und Geist ermüden. Eine Bootsfahrt bringt Ruhe und Gemütlichkeit. Wenn der kühle Wind nicht wäre.

Ein Cider und die untergehende Sonne lassen den Tag enden und mein Gesicht erröten. 

Sonnenuntergang: 23:15 Uhr - unglaublich.

finnisches Zitat: "Das Alter fängt nicht morgen an und nicht heute, es fing schon gestern an und geht heut weiter diesen Tag." (Paavo Haavikko)


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